Wird Movie4k der Nachfolger von Movie2k ?

      Wird Movie4k der Nachfolger von Movie2k ?

      Deutschlands erfolgreichstes illegales Portal für Video-Streaming, das Filmportal Movie2k.to, ist vom Netz. Die Urheberrechtsschützer jubeln. Wahrscheinlich freuen sie sich aber zu früh.

      Ein Datenschatz von 24.000 Online-Filmen, eine einfache Plattform zum Mitmachen, eine der 20 meistbesuchten Websites in Deutschland – wäre das Filmportal Movie2k.to ein Start-up, die Risikokapitalgeber würden vor der Tür Schlange stehen. Doch die Streaming-Seite ist alles andere als legal, die anonymen Macher müssen aktuell eher mit den Schlägen einer Polizei-Ramme an ihrer Pforte rechnen und haben anscheinend kalte Füße bekommen.

      Deutschlands aktuell erfolgreichstes illegales Streaming-Angebot ging in der Nacht zum Mittwoch offline, kurz nachdem die Staatsanwaltschaft Dresden eine Razzia bei einem deutschen Film-Raubkopierer angeordnet hatte. Der Mann mit dem Szene-Namen "Hologramm" soll 120.000 Filme vor allem bei Kino.to, zuletzt aber auch bei Movie2k hochgeladen haben.

      Die Dresdner Staatsanwälte ermitteln seit Längerem gegen illegale Streaming-Angebote, ihre Recherchen hatten 2011 zum Ende des bekannten Portals Kino.to geführt. Dessen Nachfolge hatte Movie2k angetreten – und noch mehr Reichweite erzielt. Umso enttäuschter waren die Nutzer, als die Seite nun ohne Vorankündigung ihren Server abschaltete. "Es gibt Spuren zu Beschuldigten von Kino.to, die Kontakt zu Movie2k haben sollen", sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein der "Welt am Sonntag".

      Movie2k.to zählt zu den Hunderten Streaming-Seiten, die im Schatten der Datentausch-Portale wie Piratebay.se Millionen Nutzer anziehen. Sie verbreiten Inhalte in einer YouTube-ähnlichen, leicht bedienbaren Umgebung, liefern gratis aktuelle Hollywood-Blockbuster und neue Staffeln von US-Serien wie "Mad Men" oder "Game of Thrones", die in Deutschland noch nicht legal verfügbar sind. Zudem müssen die Nutzer nicht mit Verfolgung rechnen – anders als diejenigen, die Filme hochladen.

      Die Hintermänner verstecken sich

      Entsprechend triumphierend reagierte die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), als die Seite offline ging: "Falls die Verantwortlichen von Movie2k ihr illegales Angebot selbst abgeschaltet haben sollten, deuten wir das als ein erstes Signal für ihre Bereitschaft, den entstandenen Schaden für die Filmwirtschaft nicht noch weiter zu vertiefen", sagte GVU-Geschäftsführer Matthias Leonardy. Er forderte die Macher auf, "das begangene Unrecht aufzuklären und zur nachhaltigen Eindämmung der andauernden Urheberrechtsverletzungen beizutragen".

      Allzu viel Hoffnung sollte er sich nicht machen: Die Hintermänner von Movie2k.to geben sich alle Mühe, anonym zu bleiben. Ihre Server stehen bei einem rumänischen Hostingunternehmen namens Voxility, das in der Szene beliebt ist, da es nur wenig Fragen stellt. Die Adressendung ".to" zeigt, dass die Seite im Inselkönigreich Tonga beim Registrar Tonic eingetragen wurde – der die Namen seiner Domainbesitzer geheim hält.

      Dennoch geben die Einträge im DNS-Adresssystem des Netzes einiges über die Movie2k-Macher preis: Am Mittwoch meldeten Voxilitys Systeme, die für Movie2k reservierte IP-Adresse sei nun ungenutzt, der Server abgemeldet. Am Freitagmorgen verlinkten die Besitzer der Adresse ihre Nutzer mit einem DNS-Server der deutschen Piratenpartei. Dies deutet darauf hin, dass sie bislang nicht direkt von einer Razzia betroffen sind und weiter Zugriff auf ihre Administrationsseiten haben.

      Dass die Movie2k-Macher nicht die Absicht haben, Urheberrechtsverletzungen zu verhindern, zeigt ihre jüngste DNS-Anmeldung: Seit Freitagnachmittag leitet die Domain movie2k.com ihre Besucher auf einen Server auf den britischen Virgin Islands um. Dort wurde schon 2001 eine neue Domain registriert: Movie4k.to heißt die Seite, die sich scheinbar anschickt, das Erbe von Movie2k anzutreten. Noch ist die Seite leer – doch die Movie2k-Datenbank ist nicht verloren, ein neues Portal lässt sich mit wenigen Klicks aufsetzen.

      Hilft die Werbebranche den Filmemachern?

      Das Katz-und-Maus-Spiel zeigt, wie schwer die Arbeit der Strafverfolger ist. Das Beispiel der zu hohen Strafen verurteilten Kino.to-Administratoren scheint die Szene nur zu mehr Vorsicht anzuleiten: Kommen die Ermittler zu nahe, wird eine Seite dichtgemacht und die nächste an anderer Stelle eröffnet.

      Ein neuer Ansatz könnte sich gegen die Einnahmequellen der Raubkopierer richten: Bislang landen selbst Werbegelder seriöser Agenturen über automatisierte Vermarktungssysteme auf den Konten illegaler Anbieter. GVU-Geschäftsführer Leonardy fordert die Werbewirtschaft nun auf, diesen Geldstrom zu stoppen: "Es kann nicht im Sinne der Werbetreibenden sein, dass ihre Markennamen in einem illegalen Umfeld auftauchen." Daher reiche es nicht, wie bislang gegen einzelne Vermarkter zu ermitteln. "Die Werbewirtschaft muss sich – in Form einer Selbstverpflichtung und mithilfe eines gemeinsamen Standards – darum kümmern, dass ihre Anzeigennicht länger zur Finanzierung dieser Seiten beitragen."
      Quelle: http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/ar…Movie2k-to.html

      Was meint ihr? Ende der movie..k Zeit oder entsteht mit movie4k ein Nachfolger?
      Movie4k ist seit einiger Zeit schon der off. Nachfolger.

      Es gab sogar vor kurzem einen "Bericht" auf Facebook und div. anderen SozialPlatformen sowie einschlägig bekannten Szene Seiten wo sich die Adminstratoren von Movie4k zu div. Sachverhalten aufgerufen hatte und ebendfalls ein Appell an die breite Userschafft gerichtet hattet...

      Um was es sich dabei nun genau handelt, weiß ich leider auch nicht mehr...hab das nur am Rand mitverfolgt. Sobald ich es wieder finde, kann ich das hier gerne mal posten.
      Dürfte für den ein oder anderen recht interessant sein.

      Gruss

      Kira
      Habs wieder gefunden.

      Hier mal der Text dazu...

      Betreiber des Nachfolgers Movie4K melden sich zu Wort

      Die Betreiber von Movie4K und Movie2k haben sich in einer Erklärung für ein freies Internet an die Öffentlichkeit gewandt. Nach der Abschaltung von Movie2k durch die Betreiber ist der Nachfolger jetzt online.

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      In einer Stellungnahme haben sich die Betreiber des neuen illegalen Streamingportals Movie4K.to an die Öffentlichkeit gewandt. "Das alles hier ist das Resultat eines kollektiven Bedürfnisses der Menschen nach kostenfreien Medien. Die Menschen wollen Movie2k.to beziehungsweise Movie4k.to." Der Wille der Menschen lasse sich nicht unterdrücken. "Geht eine Seite offline, kommen in den nächsten Tagen fünf neue, die deren Platz einnehmen wollen", heißt es weiter. An die Filmindustrie gerichtet, stellten die Movie4K-Betreiber die Frage, ob es nicht an der Zeit sei, etwas an dem aktuellen Geschäftsmodell zu ändern und den Einfluss der neuen Medien zu akzeptieren. "Danke an alle User, die uns helfen! Lasst uns den Kampf für ein freies Internet nicht aufgeben. "Illegale Plattformen wie Kino.to oder Torrent.to verfolgen aber eindeutig kommerzielle Interessen mit oft krimineller Abzockerwerbung und Trojaner-Angriffen auf die eigenen Nutzer. Der Gründer und Chef von Kino.to, Dirk B., soll mit dem Portal 6,6 Millionen Euro verdient haben. Die illegale Plattform verzeichnete Werbeeinnahmen mit Abofallen, Adware zum Unterschieben von Trojanern, Sportwetten und Onlineglücksspielen und bot kostenpflichtige Premiumzugänge an.

      Einnahmen im hohen fünfstelligen Bereich

      Am 30. April 2013 wurde der Betreiber der Website Torrent.to vom Amtsgericht Aachen zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt.
      Er habe in Spitzenzeiten monatlich Einnahmen im hohen fünfstelligen Bereich erzielt, so der Vorsitzende Richter. Die eigenen Mitarbeiter
      hatte er extrem schlecht bezahlt.
      Movie2k ist seit dem 29. Mai 2013 offline, weil der Domainname nicht mehr per DNS zu einer IP-Adresse aufgelöst werden konnte. Das Onlinemagazin Torrentfreak machte kürzlich einen Mitarbeiter des Movie2K-Hosters in Rumänien ausfindig, der bestätigte, dass dort die Domäne Movie2K.to inaktiv ist. Die Betreiber hätten die Abschaltung selbst beantragt und den Vertrag mit dem rumänischen Betreiber Voxility
      gekündigt.

      Während Movie2K.to nicht mehr erreichbar war, suchte Torrentfreak unter der Adresse Movie2K.com. Dort wurden Besucher auf Movie4K.to umgeleitet,
      deren Server auf den Jungferninseln stehen sollen. Seit kurzem ist das illegale Streamingangebot Movie4K nun freigeschaltet.
      Die Info stammt vom 03.06.2013, ist also noch nicht so alt.
      Ich distanziere mich von sämtlichen Inhalten dieses Zitas und werde aus "Schutzgründen" auch keine Quellenangabe dazu hinterlegen.

      Gruss

      Kira